Designaspekte von Bill Pack

Automotive Art 1 - Maserati Bora

Lifestyle 28.01.2019
Automotive Art 1 - Maserati Bora

Einige Leser werden sich wahrscheinlich noch an unser Interview mit dem Fotografen und Lichtkünstler Bill Pack im vergangenen Jahr erinnern. Ab jetzt werden wir ihn und seine Werke einmal im Monat in unserer Automotive Art Sektion präsentieren. Er möchte dabei das Design bestimmter Oldtimer gezielt hervorheben und seine Meinung durch seine ausdrucksstarken Bilder unterstreichen. Wir beginnen mit einem italienischen Meisterwerk

In den Kopf des Designers - von Bill Pack
Es ist einfach, viele Fakten und Informationen über jeden Automobil-Designer zu erfahren. So lässt sich herausfinden, für welche Firmen sie im Laufe der Zeit gearbeitet haben, welche Automodelle sie entworfen haben und welche Innovationen sie in die Branche gebracht haben. Wir wissen also viel von ihnen, aber wir kennen sie nicht. Mit meinen Bildern versuche ich, in die Seele und den Geist des jeweiligen Designers zu gelangen. Ich konzentriere mich auf bestimmte Teile des Autos und verwende meine Beleuchtungstechnik, um die emotionalen Linienführungen des Designers hervorzuheben.

Maserati Bora - Gezeichnet von Giorgetto Giugiaro
Bora - definiert als "ein starker, kalter, trockener Nordostwind an der oberen Adria".

1968, im Alter von 30 Jahren, gründete Giorgetto Giugiaro sein Unternehmen Italdesign. Es war ein dramatischer Start mit der Einführung des Mittelmotor-Sportwagens Bizzarrini Manta. Innerhalb von drei Jahren ergänzte er den Kundenkreis von Italdesign um Suzuki, Abarth, Porsche und den serienreifen Maserati Bora. Letzterer wurde als zivilisierter Supersportwagen bekannt, der über reichlich Beinfreiheit und einen großen Kofferraum unter der vorderen Haube verfügte.

Die Bilder unten sind kuratiert, um Ihnen einen Einblick in den kreativen Geist von Giugiaro zu geben. Sein Gleichgewicht zwischen Form und Funktion ist meisterhaft. Ich sehe diese Linien und das Design als die emotionalen Bestrebungen eines jungen Mannes zu Beginn der Zeit, in der er die Automobilindustrie einflussreich prägte.

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora (1977) - Bilder von Bill Pack

Maserati Bora - Details - von Matthias Kierse
Maserati stellte den zweisitzigen Sportwagen Bora von 1972 bis 1978 in nur 571 Exemplaren her. In dieser Zeit gehörte die Marke zu Citroën und das neue Topmodell wurde aus verschiedenen Gründen vorerst nicht in die USA exportiert. Neben dem sehr ähnlich aussehenden Merak mit V6-Triebwerk war der Bora das Spitzenmodell mit einem 310 PS starken V8-Motor mit 4,8 Litern Hubraum, der hinter den beiden Insassen verbaut war. Mit der frühen Version ließ es sich in 6,5 Sekunden aus dem Stillstand auf Tempo 100 beschleunigen, während die Höchstgeschwindigkeit 260 km/h betrug. 1976 wurde der Motor auf 4,9 Liter vergrößert, wodurch die Leistung auf 330 PS und die Höchstgeschwindigkeit auf 265 km/h anstieg. Als die Produktion 1978 eingestellt wurde, stellte Maserati auch die Linie leistungsstarker Mittelmotor-Sportwagen ein - bis 2004 das Homologationsfahrzeug MC12 in einer limitierten Auflage von 50 Straßenfahrzeugen und wenigen Rennwagen erschien. Heute gilt der Bora als Meisterwerk unter Maserati-Sammlern und als wahres Kunstwerk unter Liebhabern, vor allem unter jenen, die sich für das Frühwerk von Italdesign interessieren.

Autoren: Matthias Kierse, Bill Pack

Bilder: © Bill Pack

Unsere Artikel von und mit Bill Pack

Falls Sie gern weitere Teile der Automotive Art Sektion oder das Interview, das wir mit Bill Pack geführt haben lesen möchten, folgen Sie bitte dem angefügten Link.