Sports Cars Day

Mit Besuch der Toyota Collection.

Seit Anfang des Jahres gibt es in Köln ein neues automobiles Highlight: Einmal im Monat öffnet die Toyota Collection auf dem Gelände der Deutschlandzentrale des japanischen Herstellers die Pforten für Besucher. Diese einmalige Sammlung – das größte Toyota Museum außerhalb Japans – wurde vom Passauer Toyota-Händler Peter Pichert über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen und ging nach seinem Tod in Werksbesitz über. Ein ganz besonderes Fahrzeug ist dabei ein dunkelgrünes Corolla Coupé, das einst sein erster verkaufter Toyota war und von ihm nach vielen Jahren in einer Scheune wiedergefunden wurde.

Neben Alltagsfahrzeugen verschiedener Baureihen und den Gelände-Urgesteinen der Land Cruiser Familie zeigt die Toyota Collection auch hierzulande unbekanntere Modelle wie den Sportwagen 2000 GT oder den einzigen Zwölfzylinder aus Japan, die Luxuslimousine Century, über die wir in Kürze noch einmal gesondert berichten werden. Auch Rennsportfahrzeuge aus der benachbarten Abteilung Toyota Motorsport GmbH kommen nicht zu kurz. Neben einem Corolla WRC aus der Rallye Weltmeisterschaft 1998 zeigt die Sammlung auch einen GT-One aus Le Mans 1999, einen TS040 und den Formel-1-Renner TF102.

Zum ersten Sports Cars Day holte man sich aus der Motorsport-Abteilung vier außergewöhnliche Performance-Fahrzeuge. Davon standen der einzigartige iQ Cup mit 140 PS starkem Kompressortriebwerk und der TMG Sports 650 auf Basis des Lexus LS innerhalb der Ausstellungshalle, während auf dem großen Freigelände davor ein Vorserienfahrzeug des limitierten Lexus LFA mit hochdrehendem V10-Motor und ein Lexus IS 430 Prototyp für Aufsehen sorgten. Letzterer wurde als Technologieträger von der Toyota Motorsport GmbH aufgebaut, erhielt einen V8 mit 305 PS und wurde der direkte Vorläufer des späteren IS F.

Rund um einige weitere Ausstellungsstücke von Toyota und Lexus parkten die Besucher, unter denen sich viele Sportwagenfahrer mit Fahrzeugen der beiden japanischen Marken befanden. Doch auch markenfremde Gäste waren mehr als herzlich willkommen und durften ihre Boliden mitten zwischen die fernöstlichen Fahrzeuge stellen, ohne dabei als Fremdkörper wahrgenommen zu werden. Bei soviel Freundlichkeit kommen auch wir in Zukunft gerne wieder.

Autor: Matthias Kierse – Secret Classics

Bilder: Matthias Kierse