Peugeot 405 T16

Als Topmodell der Mittelklasselimousine 405 brachte Peugeot 1993 den T16. Seinen Beinamen übernahm er vom Gruppe-B-Rallyewagen 205 T16 und dem beim Pikes Peak und bei der Rallye Paris-Dakar je zweimal erfolgreichen Prototypen 405 Turbo 16. Jahrzehnte später gab es mit dem 208 T16 noch einmal einen erfolgreichen Rennwagen am Pikes Peak. Doch wir bleiben an dieser Stelle bei der Hochleistungslimousine.

Letztes US-Modell von Peugeot

Bereits im Herbst 1987 rollte der Peugeot 405 als Limousine zu den Händlern. Der Kombi Break folgte im Mai 1988. Bei der Gestaltung der Karosserie hatte Pininfarina wie bei diversen vorherigen Modellen geholfen, ohne dass irgendwo das Firmenlogo zu sehen war. Anfänglich bildete der 405 Mi16 mit 116 kW/158 PS die Speerspitze, den es als 405 Mi16x4 auch mit permanentem Allradantrieb gab. Die Leistung sank durch die Einführung eines Katalysators 1988 auf 108 kW/147 PS und stieg erst 1992 wieder auf 112 kW/152 PS. Zu diesem Zeitpunkt hatte Peugeot den Export in die USA bereits endgültig eingestellt. Der 405 hatte dort bis zuletzt die Fahne der französischen Marke oben gehalten.

Ab 1993 rollte mit dem 405 T16 das neue Topmodell zu den Händlern. Wie den Vorgänger Mi16 gab es auch diese Variante ausschließlich als Limousine. Zeitgleich erhielten alle 405-Modelle ein kleines Facelift mit neuen Rückleuchten und modifizierten Armaturenbrettern. Im T16 steckte ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbomotor mit 16-Ventiltechnik. Der verwendete Garrett-Turbolader erhielt eine variable Turbinengeometrie. Er wurde mit einem wassergekühlten Ladeluftkühler und einer sequenziellen Einspritzanlage von Magneti Marelli unterstützt. Als Leistung standen 144 kW/196 PS in den Papieren, die durch eine Overboost-Funktion kurzzeitig auf 162 kW/220 PS erhöht wurden. Über ein manuelles Fünfgang-Getriebe erreichte die Kraft den permanenten Allradantrieb mit Visko-Kupplung. Diese verteilte das Drehmoment zu 53 Prozent nach vorne und zu 47 Prozent nach hinten. Damit erreichte der 405 T16 in sieben Sekunden Tempo 100 sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h.

Blaue Mauritius der 405-Modellreihe

Optisch erhielt die 405 Limousine beim T16 die sportlicher gestalteten Schürzen vorn und hinten sowie einen kleinen Flügel auf der Kofferraumklappe vom Mi16. Neu waren die 16 Zoll großen Leichtmetallräder mit je fünf Speichen und das Scheinwerferreinigungssystem. Im Vergleich zum normalen 405, von dem insgesamt bis 1996 rund 2,8 Millionen Exemplare in Frankreich entstanden sind, ist der T16 eine echte Rarität. Nur 1.046 Stück liefen vom Band. Davon gingen 46 an die französische Gendarmerie. 99 Exemplare erreichten neu den deutschen Markt. Das Grundmodell des 405 läuft in leicht modifizierter Form übrigens heute noch als AAV Peugeot Pars in Ägypten sowie als Peugeot 405, Pars und Roda bei Iran Khodro im Iran neu vom Band.

Bilder: Peugeot