Mercury Cougar XR-7

Ab 1967 führte Ford einen Berglöwen im Modellprogramm. Allerdings nicht direkt, sondern bei der Schwestermarke Mercury. Der Cougar basierte technisch auf dem Ford Mustang nachdem dieser größere Verkaufszahlen erzielte, als zuvor angenommen. Um neuen Konkurrenten wie dem Chevrolet Camaro etwas entgegen zu setzen, rollte mit dem Mercury Cougar als luxuriösere und komfortablere Ausführung des gleichen Themas zu den Händlern. Eines der größten Unterscheidungsmerkmale war die Frontpartie mit Doppelscheinwerfern, die sich hinter Klappen im Grill verbargen. In den ersten beiden Baujahren gab es ausschließlich das zweitürige Hardtop Coupé. Zur Wahl standen die beiden V8-Motoren mit 4,7 oder 6,4 Litern Hubraum.

Generation zwei fiel größer aus

Ab Modelljahr 1968, also Sommer 1967, stieg der Hubraum der Einstiegsvariante auf 5,8 Liter und der der großen Version auf glatte sieben Liter. Nochmal ein Jahr später erfolgte bereits der erste Modellwechsel. Optisch blieb dabei die bekannte Linienführung erhalten, während die Karosserie in ihren Dimensionen deutlich wuchs. Die geschwungenen Linien im hinteren Bereich, die das Coke-Bottle-Heck ergeben, wurden mehr betont. Außerdem bot Mercury den Cougar nun auch als Cabriolet an. Auch diese Generation hielt wieder nur zwei Modelljahre durch. Die leistungsstärkste und am besten ausgestattete Variante erhielt den Ausstattungsnamen XR-7. Bis 2002 folgten weitere sieben Modellgenerationen. In Europa gab es davon offiziell nur die letzte Auflage als Ford Cougar zu kaufen.

Trotzdem erlangte der Mercury Cougar auch hierzulande eine gewisse Bekanntheit. In zahlreichen amerikanischen Filmen und Fernsehserien sind diese Fahrzeuge immer wieder im Straßenverkehr oder als Auto der Nebendarsteller zu sehen. Die prominenteste Rolle erlangte ein rotes Cougar XR-7 Convertible von 1969. In ‚James Bond – Im Geheimdienst Ihrer Majestät‘ fährt das Bond-Girl Contessa Teresa ‚Tracy‘ di Vicenzo (gespielt von Diana Rigg) diesen Wagen bereits zur Eröffnung des Filmes. Anschließend taucht der Mercury in diversen Szenen wieder auf. Unter anderem geht es mit Skiträger auf dem Kofferraumdeckel über verschneite Alpenstraßen und zu einem Eisrennen. Bond-Darsteller George Lazenby sitzt dabei auf dem Beifahrersitz.

Bond-Auto bei Bonhams

Wieviele Exemplare des Mercury Cougar tatsächlich für die Dreharbeiten verwendet wurden entzieht sich leider unserer Kenntnis. Das britische Auktionshaus Bonhams versteigert im Dezember eines davon, das für die sogenannten ‚Beauty Shots‘, also Außenaufnahmen mit den Darstellern, verwendet wurde. Der Wagen präsentiert sich in bestmöglichem Zustand inklusive den im Film verwendeten Kennzeichen und dem Skiträger mit zwei Paar Kneissl White Star Skiern. Bonhams erwartet einen Zuschlagspreis zwischen £ 100.000 und £ 150.000 (rund 111.600 bis 167.415 €).

Bilder: Bonhams, EON Productions, www.007magazine.co.uk