Mansory Le Mansory

Erst kürzlich haben wir an dieser Stelle die neuesten Varianten des Ford GT vorgestellt, der in limitierter Auflage noch bis 2022 bei Multimatic in Kanada entsteht. Bislang gab es lediglich kleine Modifikationen wie andere Abgasanlagen, Felgen und Interieurteile von Tuningfirmen. Mansory setzt dem Fahrzeug nun ein Denkmal, indem man zum 30-jährigen Firmenjubiläum einen eigenständigen Komplettumbau namens ‚Le Mansory‘ auflegt. Der Name erinnert dabei nicht von ungefähr an das berühmteste Langstreckenrennen der Welt. Immerhin gewann der berühmte Urahn des Ford GT, der GT40, viermal in Folge in Le Mans. Auch der aktuelle GT kam hier bereits zu Ehren, als er 2017 in der GT-Pro-Kategorie siegreich die Ziellinie überquerte. Als Le Mansory nähert sich das Fahrzeug dem Rennwagen stellenweise deutlich an, wobei der deutsche Tuner stellenweise unserer Meinung nach ein wenig über das Ziel hinausschießt.

Abgesehen von den Türen erhält der GT rundum neue Karosserieteile aus Kohlefaser, durch die er um fünf Zentimeter in beide Richtungen wächst. Auf diese Weise passen vorn neun und hinten 12 Zoll breite Räder in 21 Zoll Größe im ‚YN.5‘-Design in die Radhäuser. Sie sind mit Continental-Reifen vom Typ Sport Contact 6 bezogen. Die komplette Frontpartie unterscheidet sich grundlegend vom Basisfahrzeug. Mansory ließ eigens neue LED-Scheinwerfer entwickeln, die jeweils in zwei einzelne Scheinwerferlinsen aufgeteilt sind. Luftein- und -auslässe vergrößerte man großzügig, wobei hinter den Auslässen erstmals eine dreidimensionale Struktur des Carbons zum Einsatz kommt, und integrierte über den Vorderrädern neue Louvres zur Entlüftung der Radhäuser. Auf dem Dach sorgen zwei Hutzen für zusätzliche Frischluft am Triebwerk. Seitliche Flics an der Front, neue Schwellerverkleidungen, ein fest verbauter Heckflügel und diverse weitere Aerodynamikteile erhöhen den Anpressdruck deutlich. Da das Serienauto über einen ausfahrbaren Heckflügel mit entsprechender Aussparung am Heck verfügt, zeigen die neuen Karosserieteile des Le Mansory eine eigenständige Formgebung inklusive neuer Anordnung der drei großen Auspuffendrohre.

Für das Interieur erstellte die hauseigene Sattlerei von Mansory ein eigenständiges Konzept, bei dem fast alle Bauteile neu bezogen wurden. Schwarzes und weißes Alcantara kommt hier zusammen mit blauen Akzenten und Ziernähten in Schwarz oder Weiß zum Einsatz. Auf diese Weise passt er bestmöglich zum Exterieur im Farbton ‚Bleurion Race‘ mit dunkelgrauen Sichtcarbon-Details.

Das 3,5 Liter große V6-Biturbotriebwerk hinter den Passagieren erhält von Mansory ein Upgrade durch Modifikationen des Motormanagements. So steigt die Leistung von serienmäßigen 483 kW/656 PS auf 522 kW/710 PS, während das maximale Drehmoment auf 840 Newtonmeter ansteigt. Dies reicht aus, um die Höchstgeschwindigkeit auf 354 km/h zu steigern. Insgesamt entstehen lediglich drei Exemplare des Le Mansory.

Bilder: Mansory