Mahy – Die Oldtimer-Familie

Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Autobücher auf dem Markt. Viele davon befassen sich mit Oldtimern, einige auch mit speziellen Sammlungen. Und doch gab es nach unserer Meinung noch kein Buch wie dieses. „Mahy – Die Oldtimer-Familie“ befasst sich mit der Familiengeschichte der autobegeisterten Mahys aus Belgien. Über drei Generationen hinweg entstand hier eine Autosammlung, die es in dieser Form weltweit kein zweites Mal gibt. Insgesamt besitzt die Familie fast 1.000 Fahrzeuge. Davon stehen rund 200 seit etwa 30 Jahren im Museum Autoworld in Brüssel. Daneben gibt es zweites, weniger bekanntes Museum in Leuze-en-Hainaut. Dort stehen die Autos in ehemaligen Fabrikationshallen. Begonnen hat alles jedoch 1939 in einem ehemaligen Winterzirkus in Gent. Oder doch schon einige Jahre zuvor? Auf jeden Fall dreht sich bei Familie Mahy alles um vierrädrige Vehikel.

Im Gegensatz zu anderen Büchern, die den Leser mit technischen Daten zu den vorgestellten Autos überhäufen, stellt sich das Mahy-Buch völlig anders dar. Hier werden einzelne Fahrzeuge der umfangreichen Sammlung durch Anekdoten und Geschichten aus dem Leben der Familie vorgestellt. So erfährt man, dass der Sammlungsbegründer Ghislain Mahy ein Sturrkopf war und kein Interesse an gewissen Marken hatte. Frau Mahy musste einst ohne Vorankündigung einen günstig erworbenen Leichenwagen nach Gent steuern und blieb ohne Benzin liegen. Und alles beginnt mit den Worten: „Eine lange Reihe von Fabrikhallen in den sanften Hügeln des belgischen Hennegaus begeht eine Feierlichkeit aus Backstein und rot gefärbtem Stahl, umrahmt von rostigen Eisenbahnschienen und einem Asphaltstreifen von nirgendwo nach irgendwo.“ Neugierig geworden? Das Buch „Mahy – Die Oldtimer-Familie“ ist im Koehler Verlag unter der ISBN 978-3-7822-1359-2 zum Preis von 39,90 € erschienen.

Bilder: Koehler Verlag, Matthias Kierse