Ein Stück Motorsport fürs Wohnzimmer

Last Corner Prints 

Lifestyle 27.04.2020
Motorsport designed für die eigenen vier Wände

Auf unserer konstanten Suche nach interessanten Lifestyle-Artikeln im Automobilsektor haben wir Last Corner entdeckt. Sensationelle Rennwagen-Zeichnungen sorgen für besondere Atmosphäre an den Wänden von Büros, Garagen und Wohnzimmern. Mit dem Gründer Alex konnten wir ein kurzes Interview führen, in dem er uns auch die Entstehungsgeschichte seiner Bilder erzählt.

SC: Hallo Alex, könntest Du Dich als allererstes kurz vorstellen, für die, die dich und deine Arbeit vielleicht noch nicht kennen? 


LC: Ich bin Alex und ich habe Last Corner Mitte 2017 gegründet. Es ist also noch alles recht neu und begann an jenem Tag, als ich mit der Fotografie aufgehört habe.  Mich haben digitale Kameras und der sehr einfache Weg, digitale Bilder zu bearbeiten und zu verändern, indem man Photoshop oder Lightroom nutzt, genervt. Aufgewachsen bin ich noch mit dem Silberprozess und daher hat mich die Nachbearbeitung der Digitalfotografie einfach enttäuscht.


Daher habe ich mich entschieden, klassische Rennautos in Seitenansicht zu zeichnen, um deren pure Formen zu verbildlichen, in einem künstlerischen Bereich zu bleiben und mich selbst mit einer neuen Herausforderung zu befriedigen. Als erstes habe ich dabei den McLaren MP4/4 von Ayrton Senna gemalt, einfach um zu sehen, was ich anstelle von Fotografie erreichen könnte und wie das Resultat aussehen würde. Das war nicht leicht, speziell mit den Reflektionen und Schatten, wodurch das Auto nicht so gut aussieht wie meine späteren Werke. Aber als das Bild fertig war, sagte mein ältester Sohn Théo, dass das Resultat unglaublich gut wäre. “Warum erstellst du solche Drucke nicht für Petrolheads, Papa? Du solltest einen Instagram-Account anlegen und den MP4/4 dort zeigen, damit Motorsport-Liebhaber darauf reagieren können“. Ich habe daraufhin also einen Instagram-Account eingerichtet und wurde in der Motorsportwelt sehr freundlich empfangen. Danach hat das Abenteuer begonnen.

"Sonntags wurde natürlich der aktuelle Formel-1-Grand-Prix im Fernsehen angesehen, was mein Vater fast schon religiös tat."

Abb: Porsche 917K KG Salzburg 1970 | 50x70cm

SC: Wodurch wurde bei Dir das Interesse an Autos ausgelöst? Warum hast Du klassische Rennfahrzeuge für Deine Prints ausgewählt?


LC: Soweit ich mich zurückerinnern kann, soweit reicht auch mein Interesse am Motorsport. Als Kind habe ich oft durch die Berge von Formel-1-Magazinen geblättert, die mein Vater hatte, wobei mich speziell die Fotos interessierten. Sonntags wurde natürlich der aktuelle Formel-1-Grand-Prix im Fernsehen angesehen, was mein Vater fast schon religiös tat. Als sechsjähriger Junge habe ich davon noch nicht viel verstanden, aber die Saat der Passion für Rennfahrzeuge war bereits in mich gelegt. Das war 1977.

Klassische Rennfahrzeuge sind unglaublich schön. Holz, Chrom, Leder und dazu noch sehr nüchtern in Sachen Sponsorenaufkleber. Es macht einfach Freude sie zu reproduzieren.

SCWie lange dauert es durchschnittlich so einen Print zu erstellen und wonach entscheidest Du Dich für ein neues Motiv?


LC: Zwischen dem Beginn der Recherchen für ein neues Autobild und dem fertiggestellten Print vergehen im Durchschnitt 10 Tage (bei 10 Stunden Arbeit pro Tag). Ich habe mich dabei aber noch nie für ein Auto bewusst entschieden (vom McLaren MP4/4 mal abgesehen), sondern erhalte alle Illustrationsideen als private Aufträge meiner Kunden.

"Meine Lieblingsautos sind ganz klar Rennwagen ab Ende der 1960er Jahre in allen Kategorien. Ihre Linienführung war pur und zeitlos."


SC: Hast Du ein Lieblingsauto aus all denen, die Du in den letzten Jahren kreiert hast?


LC: Meine Lieblingsautos sind ganz klar Rennwagen ab Ende der 1960er Jahre in allen Kategorien. Ihre Linienführung war pur und zeitlos. Beispielsweise der Porsche 908/02, 908/04 sowie 917K und LH, Ferrari 512er oder Lola Mk II aus der Sportwagen-WM oder der McLaren M2B (ein schönes, kleines, weißes F1-Auto). Und das selbe gilt für Nordamerika. Der Eagle Weslake oder die Shelby Cobra und Daytona – wunderschöne Autos!


SC: Kehren wir in die reale Welt zurück. Gibt es ein Auto, dass Du gerne einmal fahren oder besitzen möchtest (Rennwagen oder Straßenfahrzeug)?


LC: Ich bin ein absoluter Porsche-Fan. Den 917K für die Rennstrecke und einen 911er aus den späten 60ern für die Straße.


SCGibt es Dinge, für die du dich neben der Arbeit an Last Corner interessierst?


Es mag paradox klingen, aber ich bin ein großer Naturfreund. Ich liebe die Stille und die Tiere. Lange Spaziergänge in den Bergen oder in einem tiefen Wald mit meinem Hund sind intensive Stunden, die ich für mich brauche. Natürlich ein kompletter Gegensatz zur Welt des Motorsports.



SC: Was können wir zukünftig von Last Corner erwarten? Gibt es Pläne für neue Projekte?


 


LC: Oh, einiges! Eine Partnerschaft mit dem GT3-Pro-Endurance-Team GPX Racing, meine Bilder auf einer Auswahl hochwertiger Kaffeesorten für Petrolheads, enge Partnerschaften mit Motorsportfirmen und eine Ausstellung im Rahmen des Le Mans Classic (das leider auf kommendes Jahr verschoben wurde).

Und in der nahen Zukunft erhoffe ich mir, eine offizielle Lizenz von Porsche zu erhalten. Natürlich arbeite ich aber auch an neuen Designs für zukünftige Drucke.


 

SC: Alex, vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in deine Arbeit. Wir freuen uns jetzt schon auf deine neuen Projekte!

Last Corner Prints

Designed in Frankreich, gedruckt in Deutschland, versendet in die ganze Welt. 


 


HIER GEHTS ZUM LAST CORNER ONLINESHOP

Photography: Alex f. Last Corner Prints

Interview: Maximilian Mueller