Neue Topversion des M2

BMW M2 CS

Auto 06.11.2019
BMW M2 CS

BMW M-Modelle haben eine lange Tradition und eine weltweit große Fangemeinde. Bereits seit einigen Jahren bieten die Münchener, beispielsweise beim M3 und M4 die noch sportlicheren CS-Varianten an. Dieses Angebot erweitert man nun auch auf den M2, der streng genommen der Kompaktklasse angehört. Gleichzeitig nutzt man die Chance und bietet auf dieser Basis auch eine Rennversion für den Breitensport (beispielsweise die VLN-Serie auf der Nürburgring Nordschleife) und Clubsport-Veranstaltungen an. Optisch setzt der M2 CS das bereits sehr konsequente Paket des normalen M2 weiter fort. Ein Carbon-Dach, eine neu gestaltete Motorhaube mit zentralem Luftauslass, ein neuer Frontsplitter, eine Gurney-Abrisskante auf dem Kofferraumdeckel und der breitere Diffusor verbessern sowohl das Gewicht als auch die Aerodynamik. Als Exklusivlackierung bietet BMW 'Misano Blau metallic' an. Die Leichtmetallräder im Y-Speichen-Design sind wahlweise in glänzendem Schwarz oder mattem Gold erhältlich.

Im Vergleich zum normalen M2 erhält der BMW M2 CS eine Leistungssteigerung auf 331 kW/450 PS. Diese gelangen wahlweise über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Hinterräder. Manuell geht es in 4,2 Sekunden auf Tempo 100, mit DKG sogar zwei Zehntelsekunden schneller. Der M2 CS erhält serienmäßig das M Driver's Package, wodurch die elektronisch limitierte Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h ansteigt. Zudem kommen ein adaptives M Sportfahrwerk vom M4 mit den drei Modi 'Comfort', 'Sport' und 'Sport+' sowie Sportreifen vom Typ Michelin Pilot Sport Cup 2 in 19 Zoll und eine M Sportbremsanlage zum Einsatz. Letztere erhält rot lackierte Bremssättel mit sechs Kolben an der 400 Millimeter großen Scheibe vorn und mit vier Kolben hinten an der 380 Millimeter großen Scheibe. Optional liefert die M GmbH auch eine Carbon-Keramik-Bremsanlage mit nochmals geringerem Gewicht und mehr Langlebigkeit beim Einsatz auf der Rennstrecke. An der Hinterachse wird ab Werk das Aktive M Differenzial verbaut, bei dem es sich um eine elektronisch geregelte Lamellensperre handelt.

Um den sportlichen Betrieb des Wagens auf der Rennstrecke, beispielsweise bei Touristenfahrten oder Track Days zu verbessern, sorgt der breite Luftauslass in der Motorhaube für eine schnellere Abfuhr der warmen Motorabluft. Zudem erhält die Ölwanne eine zusätzliche Abdeckung und eine zusätzliche Ölabsaugpumpe, während ein neues Ölrücklaufsystem im Bereich des Turboladers die Ölversorgung aller relevanten Teile verbessert. Unter dem Auto befindet sich eine neue Sportabgasanlage, die im Vergleich zum M2 Competition noch einmal verfeinert wurde.

Innen kommt eine neue Mittelkonsole in Sichtcarbon zum Einsatz, was gut zu den Türgriffen und Türverkleidungen passt. Edles Alcantara und Merino-Leder auf den aus dem M4 CS übernommenen Schalensitzen mit rot abgesetzten Nähten und den M-Streifen auf den Kopfstützen sorgt für ein sportliches Ambiente. Das Sportlenkrad ziert eine rote Nullstellenmarkierung. Oberhalb des Handschuhfaches ist in das Armaturenbrett ein CS-Logo integriert. Preislich startet der BMW M2 CS bei 95.000 Euro - sowohl als Straßenauto wie auch in der Racing-Version. Letztere leistet übrigens je nach Balance of Performance (BoP) Regulierung der jeweiligen Rennserie zwischen 280 und 365 PS.

Autor: Matthias Kierse - Secret Classics

Bilder: BMW