Genfer Autosalon 2018

Europaweit gibt es inzwischen nur noch eine Neuwagenmesse, deren Besuch man uneingeschränkt empfehlen kann: Den Genfer Salon, oder die Geneva International Motorshow, wie sich die Messe seit einigen Jahren selbst nennt. Während andere Veranstaltungen inzwischen vermehrt an Ausstellermangel kranken, finden sich hier im südlichsten Zipfel der Schweiz weiterhin alle namhaften Hersteller ein, von den großen bis zu den kleinsten. Allerdings muss man auch hier in diesem Jahr einen leichten Schwund verzeichnen. DS Automobiles, Infiniti und Opel waren die namhaftesten Marken, die sich eine Auszeit nahmen. Dennoch lohnt sich ein kleiner Rundgang, den wir durch unsere Bildergalerien zusätzlich in Szene gesetzt haben.

Wir beginnen der Reihe nach in Halle 1, wo vor allem die Klein- und Kleinstserienhersteller stehen. Neben Pagani, Zenvo und Koenigsegg waren hier in diesem Jahr auch Hennessey, PAL-V, Pininfarina und Touring Superleggera versammelt. Hinzu kamen wie immer einige Marken der Volkswagen Group, darunter Bentley, Porsche, Lamborghini und Bugatti. Hinzu kam ein Stand der Motorsportweltbehörde FIA mit dem neuesten Fahrzeug der Formel E.

In der direkt angrenzenden Halle 2, die optisch ohne Übergang an Halle 1 ansetzt, standen ebenfalls einige Kleinserienmanufakturen wie Techrules, Corbelatti, David Brown Automotive, W Motors oder Eadon Green. Dazu kamen weitere VW Group Marken wie Seat, Cupra und Italdesign. An der Stelle, die sonst vom großen Opel-Stand eingenommen wurde, fand sich nun der größte jemals in Genf aufgebaute Stand der britischen Marke Aston Martin, die zudem eine elektrische Limousine der Untermarke Lagonda mitbrachte.

Eine Etage tiefer geht es mit Halle 4 weiter. Dort finden sich neben den japanischen Marken Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Toyota und Lexus auch Hersteller wie Renault, Alpine, Ford, Fiat, Alfa Romeo und Abarth. Daneben stehen Sportwagenmarken wie RUF, Ferrari und Maserati sowie einige Tuning- und Kleinserienfirmen wie Klassen, Sin, Microlino und Zagato.

Auch im mittleren Bereich der Genfer Hallen gibt es keinen wirklich sichtbaren Übergang zwischen den Hallen. Alles ist großzügig gestaltet und läd zum Erkunden der jeweiligen Messestände ein, die auch in den Hallen 5 und 6 zu diversen Autoherstellern sowie einigen Tuningfirmen gehören. So kam erstmals die Firma Polestar mit einem eigenen großen Stand nach Genf. Die Volvo-Tochtermarke stand auf der direkten Rückseite des Volvo-Standes. Mit McLaren und Rolls-Royce sowie Alpina, Jaguar, Morgan, Rimac und Mercedes-Maybach ging es auch hier noch ein wenig in den Markt der teuren Fahrzeuge. Land Rover, Mercedes-Benz, Smart, Kia, BMW, Peugeot und Citroën waren auch bodenständigere Hersteller vor Ort. MAT präsentierte die Serienversion des New Stratos, allerdings entäuschenderweise anhand des alten Prototyps von Michael Stoschek. Hinzu kamen Tuner wie Brabus, Mansory, Startech, Liberty Walk und Arden.

Wir hoffen darauf, dass der Genfer Autosalon noch lange besuchenswert bleibt und die Anzahl der abspringenden Hersteller nicht ähnlich groß wie beim Pariser Salon oder der IAA wird. Es wäre sehr schade, wenn diese schöne, traditionsreiche Messe irgendwann nicht mehr stattfinden könnte. Die nächste Ausgabe öffnet am 7. März 2019 ihre Tore.

Bilder: Matthias Kierse, Kay Andresen, Niklas Emmerich