Ferrari SF90 Spider

Ferrari präsentiert etwas mehr als ein Jahr nach dem Coupé nun auch den SF90 Spider. Damit erhält das leistungsstärkste Serienmodell aus Maranello auch eine nach oben offene Version. Hierfür adaptierte man das bereits vom 458 Spider, 488 Spider und F8 Spider bekannte Retractable Hard Top (RHT) auf die veränderte Karosserieform. Es garantiert bestmögliche Geräusch- und Temperaturdämmung im geschlossenen Zustand unde ist auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil. Zudem lässt es sich in 14 Sekunden hinter den Sitzen versenken. Dank Aluminiumkonstruktion ist dieses Dach rund 40 Kilogramm leichter als vergleichbare Klapp-Hardtops. Die Heckscheibe kann getrennt vom Dach geschlossen und geöffnet werden.

In sieben Sekunden auf 200 km/h

Zugleich ist der SF90 der erste Großserien-Ferrari mit Plug-In-Hybridtechnologie. Direkt hinter den Passagieren steckt ein V8-Biturbomotor. Dieser leistet allein bereits 574 kW/780 PS. Drei Elektromotoren, einer an der Hinterachse und zwei an der Vorderachse, unterstützen beim Vortrieb und erhöhen die Systemleistung auf 735 kW/1.000 PS. Über das eManettino am Lenkrad kann der Fahrer die vier Fahrmodi ‚eDrive‘, ‚Hybrid‘, ‚Performance‘ und ‚Qualify‘ anwählen. So kann der Wagen alle Bedürfnisse zwischen elektrischer Fahrt und schnellstmöglicher Beschleunigung abdecken. Ferrari gibt für den Sprint auf 100 nur 2,5 und für den auf Tempo 200 glatte sieben Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 340 km/h. Durch das optionale Assetto Fiorano Paket erhält der SF90 Multimatic Dämpfer sowie einige Komponenten aus Carbon und Titan, um das Gewicht um 21 Kilogramm zu reduzieren. Zudem sind die Felgen nun mit den Michelin Pilot Sport Cup 2 Semislick-Reifen bezogen.

Wie im Coupé gibt es auch beim Spider die neueste Generation des eSSC-Regelsystems für die Fahrdynamik. Es steuert mit diversen Sensoren das Drehmoment jedes einzelnen Rades passgenau zur jeweiligen Situation. Somit verfügt der SF90 nicht nur über einen permanenten Allradantrieb, sondern auch über Torque Vectoring. So hat der Wagen bestmögliche Traktion aus Kurven heraus. Für die Kraftübertragung sorgt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe mit elektrischem Hinterachsdifferenzial. Dieses Getriebe hat 30 Prozent schnellere Schaltzeiten als das Vorgängermodell mit sieben Gängen.

Assetto Fiorano Paket sorgt für Farbe

Das erwähnte Assetto Fiorano Paket ermöglicht es den Kunden auch, den SF90 Spider in einer zweifarbigen Ausführung mit Akzenten an der Front und Rennstreifen zu bestellen. Ohne Paket trägt die Karosserie eine Hauptfarbe mit schwarz abgesetztem Dach. Abgesehen von den minimal sichtbaren Sicken des Hardtops unterscheidet sich der Spider nicht vom bereits bekannten Coupé. Ebenso verhält es sich im digitalisierten Cockpit mit diversen Displays.

Bilder: Ferrari