Bertone – Italienische Auto-Ikonen

Zwischen 1912 und 2014 gehörte Bertone zu den renommiertesten Designhäusern. In der Anfangszeit handelte es sich um einen reinen Karosseriebaubetrieb unter der Leitung von Firmengründer Giovanni Bertone. 1934 stieg sein Sohn Giuseppe „Nuccio“ Bertone ins Familienunternehmen ein. Er entwickelte das Angebot in Richtung Design weiter und sorgte dafür, dass Bertone 1937 mit einer stromlinienförmigen Karosserie für einen Fiat 1500 den Turiner Stylingwettbewerb gewann. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Nuccio als neuer Firmenboss stets junge, talentierte Zeichner als Designchefs ein. Von Franco Scaglione, Giorgetto Giugiaro und Marcello Gandini ging es über Marc Deschamps hin zu Luciano D’Ambrosio, Giuliano Biasio, David Wilkie und Michael Robinson.

Neben zahlreichen Serienfahrzeugen wie dem Lamborghini Miura, Lancia Stratos, Alfa Romeo Montreal, Lamborghini Countach oder Dino 308 GT4 erstellte Bertone auch wunderschöne Konzeptstudien. Mit diesen Fahrzeugen stellte das Designhaus immer wieder unter Beweis, dass man zu den besten derartigen Einrichtungen in Italien, wenn nicht in der Welt gehörte. Nach dem Tod von Nuccio Bertone 1997 gelang es seiner Witwe Ermelinda nur für kurze Zeit, die Geschäfte erfolgreich weiterzuführen. 2014 schlossen sich die Türe der Designabteilung endgültig, nachdem bereits 2007 das hauseigene Karosseriewerk Grugliasco an Fiat abgegeben worden war. Die komplette Firmengeschichte beleuchten Gautam Sen und Michael Robinson im umfangreichen neuen Buch „Bertone – Italienische Auto-Ikonen“ im Delius Klasing Verlag. Auf 320 Seiten finden sich 347 Fotografien aus dem Firmenarchiv und vom Fotografen Makarand Baokar. Unter der ISBN 978-3-667-11832-5 ist das Werk zum Preis von 49,90 € ab sofort erhältlich.

Bilder: Delius Klasing Verlag, Matthias Kierse