Aspark Owl

Als das chinesische Unternehmen Aspark im Jahr 2017 auf der IAA in Frankfurt den elektrischen Sportwagen Owl präsentierte, hielten viele Betrachter das Auto für ein ‚One-Hit-Wonder‘. Zuviele andere Hersteller waren mit ähnlichen Prototypen aufgetreten, von denen man anschließend nie wieder etwas gehört hatte. Doch Aspark blieb am Ball. Hinter den Kulissen wurde zwei Jahre lang am Owl gefeilt und getestet, bevor auf der Dubai Motorshow 2019 ein serienreifer Wagen stand. Die Serienfertigung sollte eigentlich 2020 beginnen, was durch Corona nun ein wenig nach hinten geschoben werden musste.

Allerdings schaffte Aspark es nun, einen neuen Weltrekord für einen straßenzugelassenen Elektrosportwagen aufzustellen. Der gemeinsam mit MAT (Manifattura Automobili Torino) entwickelte Carbon-Sportwagen ging auf der Rennstrecke von Misano in Italien auf Testfahrten und festigte dabei eine von Anfang an getätigte Aussage der Entwickler als Tatsache. Auf Michelin-Serienreifen beschleunigte der Prototyp in 1,72 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96 km/h). Schneller beschleunigte bisher noch kein Serienauto. Um diesen Wert erzielen zu können verfügt der Owl über vier elektrische Radnabenmotoren, die zusammen 1.480 kW (2.012 PS) leisten. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Aspark 400 km/h, während die Reichweite bei rund 450 Kilometern liegen soll.

Die ersten Exemplare sollen in Kürze zu den wartenden neuen Besitzern rollen. Insgesamt entstehen nur 50 Exemplare zu einem Stückpreis von 2,5 Millionen Euro.

Bilder: Aspark